Bestimmung des Osterdatums

Nach der auf dem Konzil zu Nicäa (325) festgesetzten Regel findet das Osterfest am ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling statt. Wegen der komplizierten Mondbewegung ist eine strenge Berechnung des Osterdatums schwierig. Gegenwärtig verwendet man zur Berechnung des Osterdatums im gregorianischen Kalender im allg. die von C. F. Gauß(1777-1855)aufgestellte Gaußsche Osterregel. Es kommt gelegentlich zu Differenzen zwischen dem nach astronomischen Gesichtspunkten und dem nach der Osterregel berechneten Osterdatum. Das liegt u. a. daran, daß in der Osterregel das Datum des Frühlingsbeginns grundsätzlich der 21. März ist. Unberücksichtigt bleibt auch die Stunde des Eintritts des wahren Vollmonds. Als Vollmond wird nämlich der 14. Tag im synodischen Monat gerechnet und nicht das Datum der Opposition von Sonne und Mond.

Datum des 1. Ostertages für den Zeitraum 1970 bis 2000:

11.

April

1971

02.

April

1972

22.

April

1973

14.

April

1974

30.

März

1975

18.

April

1976

10.

April

1977

26.

März

1978

15.

April

1979

06.

April

l980

19.

April

1981

11.

April

1982

03.

April

1983

22.

April

1984

07.

April

1985

30.

März

1986

19.

April

1987

03.

April

1988

26.

März

1989

15.

April

1990

31.

März

1991

19.

April

1992

11.

April

1993

03.

April

1994

16.

April

1995

07.

April

1996

30.

März

1997

12.

April

1998

04.

April

1999

23.

April

2000

 

Für die Berechnung der Feiertage, vor allem des Osterfestes, gebrauchte die Kirche den 19 jährigen Metonischen Zyklus. Das erste Verzeichnis des Osterfestes für die Jahre 153-247 der Ära des Diokletian, d.h. für 437-531 u.Z., stellte der alexandrinische Patriarch Kyrill zusammen. Nach Ablauf dieser Zeit wurde das Verzeichnis vom römischen Mönch Dionysius Exiguus fortgesetzt. Einen wissenschaftlichen Wert hatten diese Verzeichnisse jedoch nicht.

(aus KNB Ewige Kalender Teubner Verlag)